© Georg   Müller
       Ganderkesee

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Vorträge & Exkursionen

Es werden zur Zeit, aus zeitlichen Gründen, keine Veranstaltungstermine mehr genannt.

ZDF Dreharbeiten am 16.06.2002 in der Gemeinde Ganderkesee  zum Thema Wallhecken

Wallheckenausstellung vom 17.06.- 02.08.2002 in der OLB in Wildeshausen

Plakat / Poster, Postkartenaktion

Am 17.06.2002 fand in der OLB (Oldenburgische Landesbank) in Wildeshausen eine Wallheckenausstellung und Wallheckenplakataktion Vorstellung statt. Die Schirmherrschaft für die Plakataktion, und die Ausstelklungseröffnung hat der Niedersächsische Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Uwe Bartels übernommen. Die Drucksponsoren dieser Aktion sind: als Hauptsponsor die OLB, des weiteren die Firma Umweltschutz Nord. Die Ortsgruppe Delmenhorst des NABU (Naturschutzbund Deutschland) und die BSH (Biologische Schutzgemeinschaft Weser-Ems) unterstützen die Plakataktion. Damit geht für mich ein altes Anliegen in Erfüllung: Es ist für den Erhalt der Wallhecken, so hoffe ich, ein  Schritt, dem aber noch viele folgen müssen.Durch die Schirmherrschaft des Ministers Herrn Bartelsd werden die Wallhecken einen ihr gebührenden und gehobenen Stellenwert in der Öffentlichkeit erhalten.

Die Veranstaltung war mit rund 90 Personen sehr gut besucht. Es waren außer dem Minister Uwe Bartels, der Landtagsabgeordnete Christian Schack, der Landrat des Landkreises Oldenburg Herr Frank Egger, der Bürgermeister von Ganderkesee Herr Gerold Sprung, Herr Dr. Friedmann Vorstandsmitglied der OLB, Filialdirektor Herr Grewing, Herr Prof. Dr. Remmer Akkermann, Frau Margitta Spiecker, und und......anwesend.

Ausstellungseröffnungsfotos

Von links: Christian Schack, Uwe Bartels, Georg Müller Christel Zießler,

Rechts: Gerold Sprung

Verschiedene Teilnehmer der Veranstaltung

Nachfolgend werden sämtliche Redebeiträge in der Reihenfolge

der Rednerliste der Veranstaltung dargestellt.

Vorstellung der Wallhecken Plakat Aktion / Ausstellung Wallhecken am Montag, dem 17. Juni 2002, 17:00 Uhr, in der Filiale Wildeshausen

Rede Dr. Friedmann Vorstandsmitglied der OLB

 Sehr geehrter Herr Minister Bartels,

 sehr verehrte Damen, meine Herren!

 Zunächst auch von meiner Seite herzlichen Dank für Ihren Besuch und für Ihr Interesse an unserer heutigen Veranstaltung.

 Mein besonderer Dank gilt Ihnen, Herr Minister Bartels, für Ihre Schirmherrschaft bei diesem Projekt und dafür, dass Sie dies auch persönlich hier und heute zum Ausdruck bringen. Angesichts der hohen Anforderungen an Ihr Amt und die damit verbundenen derzeitigen Turbulenzen im Agrarbereich habe ich davor großen Respekt.

 Sicherlich ist das heutige Thema auch etwas sympathischer als viele andere Probleme, mit denen man sich als Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten herumschlagen muss ‑ um es einmal salopp auszudrücken.

 Wie sympathisch und nahe Ihnen, Herr Bartels, das Thema ist, unterstreicht ein Artikel in der Nordwest‑Zeitung Oldenburg, mit der Überschrift „Minister greift beherzt zum Spaten ‑ Wallhecke gepflanzt." Sie lassen Ihren Worten also auch Taten folgen ‑ mein Kompliment.

 Meine Damen und Herren, Wallhecken sind für unsere Region wichtig und typisch, denn sie prägen und gestalten unsere Landschaft seit Jahrhunderten und viel mehr als andernorts. Wer die z. T. sehr ausgeräumten Landstriche in großen Teilen Deutschlands gesehen hat, der weiß den gestaltenden Charakter von Wallhecken zu schätzen. Von den übrigen positiven Effekten einer Wallhecke ganz zu schweigen. Doch davon später mehr aus fachmännischer Sicht.

Das eine Bank sich von diesem Thema angesprochen fühlt, meine Damen und Herren, mag zwar auf den ersten Blick ungewöhnlich erscheinen.

Aber wer die OLB kennt, der weiß, dass wir als Regionalbank mit dem Anspruch „die Bank die hier zu Hause ist" auch über den Tellerrand des eigentlichen Bankgeschäftes hinausblicken. Dies bezieht sich insbesondere auf die Förderung des Geschäftsgebietes in vielfältiger Form.

 Die Kulturförderung spielt dabei eine große Rolle, aber wir widmen uns auch anderen sinnvollen und wichtigen Bereichen. Unsere „Umwelt" im weitesten Sinne war und ist dabei immer wieder ein Thema, dem wir aufgeschlossen gegenüber stehen. Als Beispiele möchte ich hier folgende Aktionen nennen: „Umwelt macht Schule" oder „Wasser ist Leben" oder hier bezogen auf den Platz Wildeshausen die Aktion „Solar 2000 der Berufsbildenden Schulen".

 Besonders gerne begleiten wir Projekte, die mit großem persönlichen Engagement einzelner Personen oder Gruppierungen verbunden sind. Dies ist ohne Zweifel bei unserem Thema Wallhecken der Fall. Das intensive Bemühen von Herrn Georg Müller, die Öffentlichkeit und insbesondere auch die Jugend über die Bedeutung der Wallhecken für unsere Kulturlandschaft zu informieren, verdient höchste Anerkennung. Das gilt ebenso für den Naturschutzbund Delmenhorst, in Person von Frau Margitta Spieker und die Biologische Schutzgemeinschaft Hunte/Weser‑Ems, in Person von Herrn Prof. Dr. Remmer Akkermann, die ich ebenfalls herzlich begrüße und die Herrn Müller bei seinen Aktivitäten nach Kräften unterstützen.

 Diese Aufklärung ist eine wichtige Voraussetzung für eine Bewußtseinsbildung in der Öffentlichkeit. Das gilt nicht nur für einzelne Gruppen, wie z. B. die Landwirtschaft. Dem Agrar‑Sektor oder auch dem Staat die Verantwortung für das Thema zuzuschieben, das ist zu einfach. Vater Staat kann nur den Rahmen geben. Natur‑ und Landschaftsschutz ist jedoch eine Aufgabe für alle. Jeder im Rahmen seiner Möglichkeiten.

 So hoffe ich sehr, dass die von Ihnen, lieber Herr Müller, konzipierte Aktion mit informativen Plakaten und Handzetteln, ebenso wie Ihre Ausstellung, auf fruchtbaren Boden fallen wird und wünsche dabei viel Erfolg. Sie werden uns gleich noch die Einzelheiten erläutern.

 Zuvor bitte ich jedoch Herrn Minister Bartels um ein Grußwort.

Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.

 

Rede des Niedersächsischen Minister für Landwirtschaft, Forsten und Ernährung Uwe Bartels

 Grußwort anlässlich der Eröffnung der Ausstellung

„Wallhecken" und Vorstellung der „Wallheckenplakataktion"

am 17.6.2002 in der OLB‑Filiale Wildeshausen

 Anrede

 Dank für die Einladung.

 Meine Damen und Herren,

als Herr Georg Müller mich bat, die Schirmherrschaft über die Wallheckenplakataktion  und diese Ausstellung zu übernehmen, habe ich spontan und ohne zu zögern zugesagt.

Denn Wallhecken als landschafts‑ und regionaltypische Elemente und ihre Erhaltung liegen mir besonders am Herzen. Daher habe ich gerne die Schirmherrschaft übernommen.

Einigen von Ihnen ist sicher auch mein Engagement um die große Hecken‑Benefiz‑Fahrradtour des NABU Oldenburg im letzten Jahr bekannt.

Diese Tour wurde auch finanziell ein großer Erfolg und mittlerweile konnten im Rahmen dieser Aktion die ersten Wallhecken neu angelegt werden.

Meine Damen und Herren,

auch diese Ausstellung und die Wallheckenplakataktion haben nach meinem Dafürhalten Vorbildcharakter, führen wir uns doch die hohe Bedeutung der Wallhecken vor Augen:

Sie besteht hauptsächlich im ökologischen Wert dieser Vernetzungselemente als Lebensraum für zahlreiche schutzwürdige Tier‑ und Pflanzenarten. Darüber hinaus dienen die Hecken der Verbesserung des Kleinklimas und der Prägung, Belebung und Verschönerung eines typischen, historisch gewachsenen Kulturlandschaftsbildes. Aber auch heute noch haben Wallhecken eine nicht zu unterschätzende wirtschaftliche Bedeutung: Sie schützen Weidevieh vor Sturm, Regen sowie starker Sonneneinstrahlung, beugen Erosionen vor, verbessern die Wachstumsbedingungen für Pflanzen in ihrem Windschatten und verhindern das Eindringen negativer Emissionen auf die angrenzenden Flächen.

Die Hecken, meine Damen und Herren, benötigen deshalb als wertvolles Kultur‑ und Naturerbe auch heute unser besonderes Augenmerk und unseren Schutz.

Mit dieser Ausstellung und Aktion wird deshalb der richtige Weg beschritten: Schutz der Wallhecken durch Vermittlung von prägnanter Information an alle Interessierten, sowohl Erwachsene als auch Kinder. Denn nur wer die Vielfältigkeit und Bedeutung dieser Landschaftselemente kennt und die ökologischen Zusammenhänge versteht, wird sich auch für deren Erhaltung einsetzen.

Dieser Tatsache war sich Herr Müller von Anfang an bewusst.

So stand für ihn schon bei der Entwicklung seiner Plakate zwischen 1998 und 2000 der Gedanke im Vordergrund, ein Poster  zu entwickeln, dass einen knappen aber zugleich umfassenden

Überblick über den Aufbau einer Wallhecke sowie deren Lebensgemeinschaften bietet.

Es sollte einen ebenso kurzen wie informativen Text beinhalten, der für Laien leicht verständlich ist und Kinder wie Erwachsene gleichermaßen anspricht.

Darüber hinaus sollte es als Informationsplakat konzipiert sein, das für den Schulunterricht geeignet ist und der breiten Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann.

Deshalb wurde das Plakat schon während der Entwicklung wiederholt Lehrern, Laien und Kindern vorgelegt, um es noch prägnanter und wirksamer gestalten zu können.

Die farbige und darüber hinaus jetzt auch im Postkartenformat erhältliche Schautafel kann nunmehr für den Schulunterricht genutzt werden.

Gleichzeitig besteht die Möglichkeit dass Körperschaften, Grundstückseigentümer, Behörden etc. das Plakat vor Ort kostenfrei nutzen können.

Dies war allerdings nur möglich durch die Unterstützung von Sponsoren und Helfern: Neben der ideellen und finanziellen Unterstützung des Projektes durch die OLB Oldenburg und die Firma „Umweltschutz Nord" haben sich der NABU Delmenhorst und die Bezirksregierung Weser‑Ems bereiterklärt, für die Verteilung der Plakate zu sorgen.

Ihnen allen möchte ich an dieser Stelle herzlich für ihr Engagement danken.

Mein ganz besonderer Dank gilt aber Herrn Georg Müller der mit Ausdauer und Beharrlichkeit seine Ideen verwirklicht und durch seine beispielhafte Arbeit viel zum Schutz und zur Erhaltung der Wallhecken beigetragen hat und sicher auch zukünftig noch beitragen wird.

  Redebeitrag Georg Müller   

 Wildeshausen, den 17.06.2002

  Sehr geehrter Herr Minister Bartels, Herr Dr. Friedmann, Herr Direktor Grewing, Herr Landtagsabgeordneter Schack, Herr Prof. Dr. Akkermann, Frau Spiecker, Herr Poetzsch meine Damen und Herren, liebe Natur- und Heimatfreunde.

 Es freut mich sehr, dass am heutigen Tag die Plakataktion startet, Sie alle so zahlreich  gekommen sind  und die Wallheckenausstellung eröffnet werden kann. Für die Schirmherrschaft über meine Aktion und Ausstellung sowie Ihre freundlichen Worten möchte ich Ihnen, Herr Minister Bartels,  danken. Danke möchte ich der Oldenburgischen Landesbank sagen für die großzügige finanzielle Unterstützung der Plakataktion, für die schöne Räumlichkeit, die Sie für die heutige Veranstaltung und Ausstellung zur Verfügung stellen. Der Firma Umweltschutz Nord, die ebenfalls den Druck der Plakate mit einem namhaften Betrag  unterstützte, ist zu danken, sowie der Biologischen Schutzgemeinschaft Weser-Ems, vertreten durch Herrn Prof. Dr. Akkermann, und insbesondere dem Naturschutzbund Delmenhorst, vertreten durch Frau Margitta Spiecker. Auch allen anderen die mit geholfen haben, dass diese Aktion zu Stande gekommen ist, danke ich.

 Mit diesem Tag  geht für mich ein altes Anliegen in Erfüllung: Wallhecken in den Mittelpunkt des öffentlichen Interesse zu setzen. Es ist  für den Erhalt der Wallhecken ein großer Schritt, dem aber noch viele folgen müssen.

 Wallhecken, meine Damen und Herren, gehören zu den Kronjuwelen unserer Landschaft. Ohne Wallhecken wäre unsere Landschaft um eine ihrer schönsten und wichtigsten Landschaftsbestandteile ärmer. Seit Jahrtausenden begleiten uns die Wallhecken und sind Teil unserer Heimat, Landschaft und unserer Kultur. Unzählige Generationen haben sie erbaut und genutzt. Viele Namen stammen von Wallhecken unmittelbar ab, wie z.B. Hagen, Hagedorn usw. Tausende von Tier- und Pflanzenarten sind sie Heimat und Schutz. Daher ist es besonders betrüblich, dass eine Vielzahl dieser Landschaftsjuwelen, nämlich über 100.000 km Wallhecken in Norddeutschland, trotz gesetzlichen Schutzes zerstört wurden. Über 80% der heute noch vorhandenen Wallhecken sind und werden schwer geschädigt. Jedes Jahr werden in Norddeutschland 300 - 500 km Wallhecken widerrechtlich zerstört. Dieses ist für mich insbesondere Ansporn, mich für die Wallhecken einzusetzen, diese Plakataktion durchzuführen und durch die Wallheckenausstellung für Verständnis in der Bevölkerung für den Erhalt der Wallhecken zu werben.

Dieses alleine reicht aber nicht aus. Ohne gesetzliche Änderungen werden ungebremst weitere Wallhecken unwiderruflich zerstört werden. Der Wallheckentod und damit auch das Artensterben werden weiterhin grassieren. Nicht wenige  Mitarbeiter in den Naturschutzbehörden klagen über Mitarbeitermangel und politische Einflussnahme bei Wallheckenfällen. Die völlig unzureichende Wallheckenaufsicht wird auch dadurch begründet, von Vorgesetzten angehalten zu werden nur noch dann tätig zu werden wenn ein Wallheckenfall öffentlich wird oder Naturschutzverbände diesen beanstanden. Wallheckenschauen sind wieder zwingend, ähnlich den Gewässerschauen, einzuführen. Degradierte Wallhecken sind wieder herzurichten und neue anzulegen. Einen Anfang dazu hat meine Heimatgemeinde Ganderkesee gemacht, dort wurden in den letzten 10 Jahren insgesamt weit mehr als 10.000 Meter Wallhecken neu angelegt. Aber in dem gleichen Zeitraum sind dort ebenso viele wieder verschwunden, und das macht betroffen. Dieses muss umgehend ein Ende haben. Hier ist die Regierung des Landes Niedersachsen gefordert, aber nicht nur die, sondern wir alle! Arten- und Landschaftsschutz geht uns alle an, denn wir sprechen nicht von dessen Zerstörung in der Dritten Welt, sondern vor unserer eigenen Haustür.

Nicht umsonst ist das Hainveilchen zur Blume des Jahres 2002 gewählt worden, es soll auf die Zerstörung seines Lebensraumes, in Norddeutschland vor allem die Wallhecken, hinweisen.

 Warum eine Plakataktion, darüber mag der nachfolgende Kurzüberblick über die Entstehung und Ziel der Plakataktion Auskunft geben.

 Die Plakate wurden von mir zwischen 1998 -2000 angefertigt.

Als Ziel sollten folgende Kriterien erfüllt werden.

 möglichst einen knappen, aber zugleich umfassenden Schnellüberblick über den Aufbau einer Wallhecke, sowie deren Lebensgemeinschaften bietet.

  1. einen ebenso knappen, aber informativen Text gibt, der zugleich für Laien leicht verständlich ist.
  2. Kinder wie Erwachsene gleich anspricht.
  3. für den Schulunterricht geeignet ist.
  4. als Informationsplakat geeignet ist
  5. es der breiten Öffentlichkeit, den Schulen und Behörden zugänglich zu machen
  6. Schönheit der Wallheckenlandschaft darstellt.
  7. Ein Blickfang darstellt, Neugier wecken.

 Schon während der Entwicklung des schwarz-weißen Plakates (Umrisszeichnung)  habe ich dieses und den dazugehörigen Text immer wieder Lehrern, aber auch Laien oder Kindern vorgelegt um mir ein Bild über deren Reaktionen zu machen. Um das Wallheckenposter noch wirksamer zu präsentieren, habe ich mich dann im letzten Jahr entschlossen es farbig zu gestalten und Postkarten mit dem Motiv zu versehen. Die erste Zeichnung hatte ich als schwarzweiße Umrisszeichnung (Lernhilfe) gefertigt. Beim Ausmalen entdecken  Kinder so die Vielfalt einer Wallhecke! Es ist mir ein ganz besonderes Anliegen, Kindern spielerisch den Lebensraum Wallhecke nahe zu bringen. Wie sollen Kinder denn sonst Verständnis, Einsicht und Sorgfalt für diesen alten Kulturlandschaftsbestandteil aufbringen? Wir als Verwalter unserer Landschaft sind es unseren  nachfolgende Generationen schuldig, sie in ihrer Vielfalt zu erhalten!

Nach diesem kurzen Appell zurück zu den Plakaten

Das Plakat ist so gestaltet, dass der Betrachter sich von den Wallhecken und dem Leben darin angezogen fühlt. Er verbindet damit ein Erinnern an seine Kindheit, ein Wohlgefühl, Geborgenheit, Schönheit und Erholung. Aber auch Lust auf einem Spaziergang durch solch eine Landschaft, der Duft des Holunders liegt in der Luft, die Vögel zwitschern. Die Sehnsucht nach einer intakten und harmonischen Landschaft wird geweckt und vieles, vieles mehr.

 Es besteht nun die Möglichkeit, dass die ausführenden  Körperschaften, Grundstückseigentümer usw., bei neu angelegten oder gepflegten Wallhecken, das Plakat vor Ort nutzen können, um so die Bevölkerung  zu informieren, warum heute Wallhecken neu angelegt  oder wieder instandgesetzt werden (positiv Werbung). Warum nicht sagen, was man Positives für Natur- und Landschaft macht! Damit wird das Verständnis für solche Maßnahmen in der Bevölkerung geweckt und günstig beeinflusst.

 Schon 1999 bei der Entstehung des ersten Plakates, reifte bei mir die Idee,  dieses Plakat und die Umrisszeichnung an möglichst viele Ämter und Schulen kostenfrei zu verteilen. Dazu benötigte ich Sponsoren.

Bei einem Vorgespräch zu einem Wallheckenvortrag von mir  mit der Ersten Vorsitzenden des  Ortsverbandes Delmenhorst der NABU erläuterte ich meine Idee sowie mein Konzept und fand in Frau Spiecker eine aufgeschlossene und sehr engagierte Mitstreiterin.

 Zwei Monate später fanden Frau Spiecker und ich  uns bei der OLB in Oldenburg ein und erläuterten meine Idee und Vorhaben. Der Ansprechpartner der OLB Herr Koch signalisierte Interesse, und einige Wochen später kam dann die endgültige Zustimmung an Frau Spiecker bzw. den NABU Delmenhorst. Der Hauptsponsor war gefunden.

 Da aber die von der OLB über den NABU Delmenhorst bereitgestellte Summe nicht ausreichte, sprach ich Herrn Poetzsch von der Firma Umweltschutz Nord an. Die Firma Umweltschutz Nord, stellte  mir ohne zu zögern ebenfalls einen stattlichen Betrag unbürokratisch und schnell bereit.

 Die Bezirksregierung, durch Herrn Drieling, sagte mir spontan auf Anfrage zu, die gesamte Verteilung der Plakate für die Schulen und Ämter im Bereich der Bezirksregierung Weser-Ems zu übernehmen. Damit war eine der größten Sorgen, nämlich die Verteilung der Plakate an die Zielgruppen, vorbei.

 Herr Prof. Dr. Akkermann als erster Vorsitzender der BSH sagte mir ebenfalls seine Unterstützung zu die Poster und Postkarten über die BSH zu vertreiben. Damit war der Vertrieb geklärt.

Frau Spiecker von dem NABU Delmenhorst erklärte sich bereit, für den Bereich der Stadt Delmenhorst die Verteilung zu übernehmen und gegenüber der OLB als Spendenträger zu fungieren. Frau Spiecker hat dieses Projekt von Anfang an und ohne Einschränkung  sehr wohlwollend und tatkräftig mit unterstützt. Ohne sie wären vielleicht die Plakate erst Monate später gedruckt worden. Sie war diejenige, die mich geradezu anspornte, das Plakat endlich drucken zu lassen. Ihr gebührt ein besonderer Applaus und Dank!

 Der Landtagsabgeordnete Herr Christian Schack stellte den Kontakt zu dem  Niedersächsischen Minister für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten  Herrn Uwe Bartels her, der auf meine Anfrage spontan und ohne zu zögern die Schirmherrschaft für meine Aktion und Ausstellung übernahm. Damit erfährt die Aktion Nachdruck und eine dem Thema angemessene Würdigung. Durch dieses Signal wird sie weit über unsere Region hinaus auch in Niedersachsen und dem gesamten Norddeutschen Raum bekannt werden.

 An dieser Stelle habe ich eine besondere Bitte an den Herrn Minister Bartels:

Da es Wallhecken nicht nur im Weser-Ems Raum gibt, sondern z.B. auch im Raum Braunschweig oder Osnabrück wäre es möglich zu prüfen, ob das Land die Verteilung der Plakate, sowie den eventuellen Nachdruck für ganz Niedersachsen ermöglicht? Ich würde mich freuen. Als nächstes plane ich eine Postkartenaktion für Kinder, unter dem Motto „Wallhecken: Kinder schreiben der Regierung“. Hier sollen kostenfrei Wallheckenpostkarten an alle Schulen des Landes verteilt werden, damit Kinder ihre Meinung über Wallhecken der Landesregierung mitteilen können. Hier werden im Übrigen, genauso wie für mein neues Wallheckenbuch Sponsoren gesucht! Bevor ich es vergesse: die Wallhecken haben jetzt auch im Internet eine Stimme, unter www.wallhecke.de können Sie einiges Wissenswerte über Wallhecken nachlesen. So auch morgen früh die heutigen Redebeiträge und einige Fotos von dieser Veranstaltung.

 Kurz einige Worte zur Ausstellung:

 Die Ausstellung hat die Aufgabe die breite Öffentlichkeit über die Herkunft, den Wert und Nutzen von Wallhecken zu informieren.

Die Ausstellung hatte ich schon 1989 konzipiert und hergestellt. Damals waren es aber nur fünf Plakate. Mit der Zeit wuchs die Ausstellung auf heute neunzehn  Plakate an und ist soweit mir bekannt, in dieser Art,  zum Thema Wallhecken die einzige weltweit. Sie ist so gestaltet, dass der Betrachter die Entstehung, Entwicklung, Funktion, Neuanlage, Pflege usw. anhand der abgebildeten Fotos und Texte in einem groben Rahmen gut nachvollziehen kann.

 Vielen Dank für Ihre Aufmerksamkeit.  

Redebeitrag von Frau Margitta Spiecker, erste Vorsitzende der NABU Delmenhorst.

 Sehr geehrter Herr Minister Bartels, sehr geehrter Herr Dr. Friedmann, verehrte Gäste und Naturfreunde, ein paar Worte des Dankes sind, glaube ich, angebracht.

>der NABU ‑Delmenhorst beschäftigt sich seit ca. 12 Jahren intensiv mit dem Schutz von Wallhecken

 > wenn Kreativität und Naturschutzgedanken aufeinandertreffen, dann sieht es so aus, wie auf dem vorgestellten Plakat von dem Wallhecken‑Experten und Autor, Herrn Georg Müller

 >Wie kann man schöner den Schutz der Natur, hier speziell den "Lebensraum der Wallhecke" vermitteln, als mit dieser visuellen Umweltbildungsmaßnahme.

 >Wir freuen uns wieder einmal die OLB als Sponsor , dieses Mal im Oldenburger Land, wo auch Wallhecken zuhause sind, gewonnen zu haben.

 >Dafür möchte ich mich nun ganz herzlich bei Ihnen bedanken, mein besonderer Dank gilt aber für die geduldigen Vorbereitungen bis zum heutigen Tag, Ihnen, Herr Koch und ihnen Herr Grewing.

 >Außerdem danke ich dem Unternehmen "Umweltschutz‑Nord ", die sich als Sponsor bei dieser "Wallhecken Plakat‑Aktion" ebenfalls hervorgetan haben.

 >Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und gebe das Wort nun gerne weiter an Herrn Prof. Dr. Akkermann (der UNI Vechta FB Biologie)

Rede von Herrn Prof. Dr. Remmer Akkermann fehlt, wird noch nachgereicht!

Nachtrag zum Vortrag in Potshausen am 17.04.2002

Der Vortrag in Potshausen war sehr gut besucht. Der Saal war bis zum letztem Platz gefülltt.Ein sehr interessiertes und auch fachkundiges Publikum war anwesend. Siehe auch unter Presse nach.