© Georg  Müller
     Ganderkesee

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Geschädigt werden Wallhecken durch:

    1. Überweidung, infolge Wall- Wurzel- und stammschädigenden Viehtritts und Verbisses durch Weidevieh;
    2. Beweidung der unteren Ast- und Blattetage, so daß Hecken bis zu einer Höhe, die vom Vieh gerade noch erreicht werden kann, wie abrasiert aussehen, „Rindzungenhöhe“
    3. Zusammenlegung ( Flurbereinigung ) von Weideflächen auch innerhalb desselben Besitzes, dadurch Aufhebung des Zauns und Öffnung verbunden mit einer völligen Überweidung der Wallhecken;
    4. Anbringen von Zäunen auf dem Wallheckenfuß, auf der Mitte des Walls oder hinter dem Wall ( nur einseitige Abzäunung );
    5. Einschlagen oder Befestigungen von Eisenmaterial wie Stacheldraht ( oft 2-4-reihig) an den Bäumen (Befestigung von Zäunen, Geländern, Hochsitzen, Weidetoren);
    6. Absenkung des oberflächennahen Grundwasserstandes und der offenen Gewässer. Damit sind die älteren Wurzelstrukturen von einer notwendigen Wasserzufuhr abgeschnitten und kümmern oder vertrocknen;
    7. Überpflügen, Anpflügen und völliges Abpflügen, Tiefpflügen;
    8. Abflämmen der Böschungen von altem Gras, vorjährigen Stauden und Holzresten;
    9. Abbrennen mittels Reisighaufen-Feuer, Reifen mit Diesel-Altöl, zu nahe liegendes abbrennendes Stoppelfeuer oder Osterfeuer, deren Flammen durch den Wind an die Bäume gedrückt werden;
    10. Ausästen der Bäume auf einer oder beiden Seite(n) bis 10 Meter Höhe und höher, dadurch Verkahlung und Freilegung von Deckung und Brutstätten ohne Schutz gegen Witterungseinflüsse (Landkreis Oldenburg: „4m Höhe, höchstens bis Kronenansatz“);
    11. Reduzierung des Heckenprofils durch automatische 'Buschhacker'( mit zahlreichen schweren Rissverletzungen ) und Stammschneider (Bodenverdichtung, Reifenspur und Bruchschäden );
    12. Radikale Abholzung aller Gehölze;
    13. Besprühen der abgeschnittenen Stümpfe mit Pestiziden aller Art ( Vergiftung ), insbesondere mit Herbiziden in Überdosis;
    14. Ablagerung von Bäumen, Sträuchern, Ästen, Reisig, Laubhaufen (Überdüngung);
    15.Ablagerung von wildem Müll, Siloplanen, ausrangierten landwirtschaftlichen Maschinen, Schutt, Silage- und Heuresten, Sand, Steinen, Erdaushub, Dunghaufen, faulenden Strohgroßballen, Gummireifen, Chemikalien- und Ölresten;
    16. Lagerung von Silage- und Rübenmieten auf oder an der Wallhecke;
    17. Schaffung von Durchlässen;
    18.Abtragung des Wallbodens zur Verfüllung von Schlatts und Tümpeln, Anhebung von Senken oder flurbereinigten Verkoppelungsflächen;
    19. Roden und Einplanieren bestimmter Parzellenbereiche mit schweren Maschinen (Planierraupe, Frontlader, Hydraulikbagger );
    20.Völlige oder teilweise Beseitigung ( Schleifen ) der Wallhecken über die gesamte Länge für die Erstellung von Baugrundstücken, für Straßen-, Wasser- und anderen Baumaßnahmen;
    21. Falsche Bauleitplanung
    22. Behördliche Fehlentscheidungen
    23. Anpflanzung von Ziergehölzen und sonstigen nichtheimischen Pflanzen;
    24. Halbseitige Pflegemaßnahmen ( Auf den Stock setzen).
    25. Reithürdeneinbau

Allen aufgezählten Schädigungsfaktoren kann - meist ohne großen Aufwand -wirkungsvoll begegnet werden, in dem auf sie verzichtet wird oder Rückbau- und Dämpfungsmaßnahmen eingeleitet werden.

Stufen der Walldegradierung

 Um Wälle zu beurteilen ist die nebenstehende Zeichnung hilfreich. In sechs Stufen sind die einzelnen Walldegradierungen dargestellt.

    a.)  sehr guter Wall; 
    b.) guter Wall, leicht angeweidet; 
    c.) mittelmäßiger Wall, angeweidet und leicht überweidet;  
    d.) ausreichender Wall, angeweidet und überweidet;   
    e.) schlechter Wall, stark überweidet;    
    f.) sehr schlechter Wall, völlig überweidet nur noch Erdfragmente erkennbar.

Die linke Seite der Querschnittszeichnung ist immer der Weidefläche zugewandt. Die Maße beziehen sich auf  Wallhecken des Landkreises Oldenburg.

© : Georg Müller      E-Mail: info@wallhecke.de
Weiterführende Literatur: "Wallhecken" Georg Müller, 1989 BSH Verlag, / "Wallhecken / Knicks' Georg Müller, Neuerscheinung 2002/3